Die Entstehung unserer Seifenkiste

Die Planung

An dem Entwurf für unsere Seifenkiste hat die gesamte Jugendfeuerwehr gearbeitet. In kleinen Gruppen wurden verschiedene Entwürfe erarbeitet. Im Anschluss wurden die Entwürfe den anderen Gruppen vorgestellt. Unter den Vorschlägen waren teilweise spannende Vorschläge vom Formel 1 Auto über ein Nachbau unseres Einsatzfahrzeuges bis hin zur klassischen Seifenkiste. Nach einigen spannenden Diskussionen war klar, dass unsere Seifenkiste eine Runde, schlichte Form und ein Sportlenkrad bekommt. Auch bei der Farbgebung waren wir uns schnell einig, Die Grundfarbe wird anthrazit mit verschiedenen roten Akzenten sein und unser Logo darf natürlich nicht fehlen.

Der Bau

Nachdem die grobe Form feststand begann nun die Umsetzung. Als erstes war die Grundplatte an der Reihe. Diese legt den Grundstein für die gesamte Seifenkiste. Wir haben uns daher für eine Siebdruckplatte entschieden. Diese Platte ist besonders stabil und unempfindlich gegenüber Wasser und Feuchtigkeit. Eine Herausforderung war die richtige Größe zu finden. Entscheidend war für uns, dass möglichst alle die Seifenkiste fahren können. Daher haben wir uns für eine Länge von 2,15 Metern und einer Breite von 0,45 Metern entschieden. Daraufhin wurde die Grundplatte in die gewünschte Form gebracht. Parallel dazu wurde mit den Aufbauten auf der Grundplatte begonnen. Dies waren Bug- und Heckversteifungen, mehrere Spanten und ein Überrollschutz hinter dem Fahrer. Die Spanten dienen dazu die fordere Form der Seifenkiste zu gestalten. Die Bug- und Heckversteifungen sorgen für die nötige Stabilität. An beide Versteifungen wird später die äußere Verkleidung befestigt. Um die Formen der Bug- und Heckversteifungen zu erzeugen wurden zuerst mehrere kleine Holzplatten miteinander verleimt und verschraubt. Anschließend kann die gewünschte Form durch hobeln und schleifen erreicht werden. Als Material dient hierfür eine einfache und stabile Tischlerplatte. Der Überrollschutz wird ebenfalls aus Tischlerplatte erstellt und zeigt schon die künftige hintere Form der Seifenkiste. Der nächste Stritt ist die Verbindung der Aufbauten mit Querleisten. Dies dient zur weiteren Stabilisierung und auch gleichzeitig zur Befestigung der späteren Verkleidung. Da es schwierig sein kann mit Leisten und besonders bei dicken Leisten Rundungen zu formen, wurden die Leisten alle 1,5 cm zur Hälfte eingesägt.  Die Einschnitte wurden später wieder mit einer Mischung aus Holzleim und Sägespäne ausgefüllt. Insgesamt werden 2 Leisten auf jeder Seite angebracht. Zeitgleich wurde zur weiteren Stabilisierung des Überrollschutzes ein Flacheisen angebracht, welches das Abbrechen des Schutzes verhindern soll. Wie schon erwähnt war es uns wichtig, dass möglichst alle Jugendlichen die Seifenkiste steuern können. Daher haben wir eine verstellbare Rückenlehne installiert. Damit ist die Grundform fertig. Nun ging es parallel mit der Technik und der Verkleidung weiter.

Die Verkleidung

Die Verkleidung der Seifenkiste war schwieriger zu realisieren als wir es und gedacht haben. Da unsere Seifenkiste horizontale wie vertikale Rundungen hat mussten wir die Verkleidung aus mehreren dünnen 4 mm starken Bastelholzplatten fertigen. Dadurch wurden viele Spachtel und Schleifarbeiten notwendig um die Übergänge zwischen den einzelnen Platten zu verstecken. Nachdem die erste Seite verkleidet war, folgte die Verkleidung des Heckteils. Hierfür wurden weitere Leisten zwischen der Heckversteifung und dem Überrollschutz angebracht. Darauf wurden dann wieder Platten angebracht. Auch hier war es aufgrund der starken Rundung nicht möglich eine Abdeckung aus einer einzigen Platte zu erstellen. Die zweite Seite der Seifenkiste konnte erst nach Einbau der Technik verschlossen werden.

Die Technik

Das Herz jeder Seifenkiste ist natürlich die Technik. Dazu haben wir auf einige Fertigteile zurückgegriffen aber auch Teile selbst angefertigt. Die Achsen bestehen aus 2 mm starkem Vierkantstahl und sind knapp 1 Meter lang. Um die Reifen an den Achsen befestigen zu können sind in die Vierkantprofile 20 cm lange Rundstähle gesteckt und miteinander verschraubt worden. Die Reifen werden dann einfach auf den Rundstahl gesteckt und mit Sicherungsringen gesichert. Gehalten werden die Achsen von Achshaltern des Deutsches Seifenkisten Derby e.V.. Die Lenkung wurde komplett in Eigenleistung gebaut. Dazu wurden Unterlegscheiben durch selbstsichernden Muttern auf der Gewindestange befestigt. Auf den Unterlegscheiben kann so das Lenkseil beim Lenken auf- und abgewickelt werden. Mittels Umlenkrollen wird das Lenkseil auf die Unterseite der Seifenkiste und weiter zu der Vorderachse gelenkt. Dann fehlte nur noch die Bremse. Die Bremse besteht aus einer Holzplatte die mit einem Scharnier im Fußraum befestigt ist. Daran ist ein Stahlseil befestigt welches am Unterboden entlang zur Hinterachse führt. Dort befinden sich zwei Aluminiumprofile die auf der einen Seite mit Federn und auf der anderen Seite mit dem Bremsseil verbunden sind. Die Federn sollen die Bremsen nach einer Bremsung wieder in die Ausgangsposition bringen. Um eine bessere Bremswirkung zu erzielen wurde ein Bremsschuh aus Holz gefertigt der den Reifen gut umfasst. 

Damit war unsere Seifenkiste im Rohbau fertig und die erste kleine Testfahrt stand an. Die verlief leider sehr enttäuschend denn die Lenkung arbeitete nicht so wie wir es uns vorgestellt hatten. Ein Wendekreis von 50 Metern ist nicht das was wir uns erhofft hatten. Dieses Problem konnten wir aber durch kleine Änderungen beheben.

Das Design

Nach den erfolgreichen Änderungen fehlte nur noch das äußere Erscheinungsbild. Die gesamte Seifenkiste wurde in Anthrazit lackiert. Auf die Seiten wurde jeweils ein roter Schriftzug Jugendfeuerwehr Billstedt-Horn aufgebracht. Natürlich durfte unser Wappen nicht fehlen. Dieses ziert das Heck der Seifenkiste. An der Front haben wir ein großes Haifischmaul gemalt. Damit war es vollbracht unsere Seifenkiste war fertig. Vielen Dank an alle die uns mit Material, Maschinen und allem anderen unterstützt haben.