Sommerausfahrt nach Rügen

Am Samstag den 23.06.2012 war es endlich soweit, es ging mit den Jugendfeuerwehren Billstedt-Horn, Boberg, Kirchsteinbek, Billwerder und Curslack auf große Sommerausfahrt auf die schöne Insel Rügen. Es ging bereits um 9:30 Uhr am Samstag los. Wir haben uns am Hamburger HBF mit der JF Kirchsteinbek getroffen um gemeinsam mit der DB nach Rügen (Binz) zu fahren. Unterwegs stieg dann noch die JF Billwerder zu. Unser Weg führte uns vom HBF nach Rostock von da nach Litzow und anschließend nach Binz. In der Jugendherberge in Binz trafen wir dann auf die JF Boberg und Curslack, die mit eigenen Bussen nach Binz gefahren waren. Nach einer kurzen Lagebesprechung wurden die Zimmer verteilt und alle haben sich wohnlich eingerichtet. Gegen 17:30 Uhr trafen wir uns im großen Speisesaal zu unseren ersten gemeinsamen Abendessen.

Um 22:00 Uhr trafen wir uns vor der Jugendherberge mit warmer Kleidung und Taschenlampen um eine Nachtwanderung durch Binz zu starten. Nach gefühlten 10km kamen wir endlich wieder an der Jugendherberge an. Dann war eigentlich Nachtruhe angesagt, aber die Jugendlichen waren anderer Meinung und machten die Nacht zum Tag.

Freiwillige Feuerwehr Binz
Freiwillige Feuerwehr Binz

Am Sonntag startete der Tag um 8:00 Uhr mit dem Frühstück. Anschließend ging es mit der Besichtigung der Freiwilligen Feuerwehr Binz weiter. Der Wehrführer Sven Schäfer klärte uns über Organisation und Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr Binz und über den Rettungsdienst auf. Die Feuerwache Binz besteht aus 28 Mitgliedern der Einsatzabteilung (davon 5 Frauen) und 15 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr. Interessant war, dass die Freiwillige Feuerwehr Binz durch den Bürgermeister im August 2009 aufgelöst wurde und wenig später eine Pflichtfeuerwehr eingerichtet wurde. Doch nach einem beschwerlichen und anstrengenden Jahr hatte der Ort Binz im Juni 2010 wieder eine Freiwillige Feuerwehr. Nach den ausführlichen Erzählungen hatten wir alle noch die Chance die Fahrzeuge genauer unter die Lupe zu nehmen. Gegen 12:00 Uhr gingen wir bei leichtem Regen zurück zur Jugendherberge um gemeinsam Mittag zu essen. Nach dem Mittag hatten die Jugendlichen bis zum Abendbrot Zeit um den Ort Binz zu erkunden.

Die Kreidefelsen
Die Kreidefelsen

Der Montag startete nach dem Frühstück mit ein bisschen Sport am Strand und ging nach dem Mittag mit einer Schiffsfahrt zu den Kreidefelsen auf Rügen weiter. Auf dem Schiff war die Stimmung gedrückt, weil die See sehr unruhig war und die Seekrankheit vielen anzusehen war. Nach drei Stunden erreichten wir wieder Festland. Der Abend endete mit dem gemeinsamen Abendessen.

Sandburgenwettbewerb
Sandburgenwettbewerb

Dienstag fuhren wir mit Fahrrädern zum NVA-Museum nach Prora. Dort hatten wir die Möglichkeit in 40 Original rekonstruierten Räumen die Geschichte des Urlaubszentrum zu Verstehen und zu erleben. Als alle sich die Ausstellung angesehen hatten, trafen wir uns am Strand von Prora zum Sandburgenwettbewerb. Dort konnten die Jugendlichen Gruppen bilden um die schönste Sandburg zu bauen. Alle Gruppen hatten zwei Stunden Zeit und wurden dann vor ihrer Sandburg fotografiert. Die Sieger wurde aber erst am Freitag gekürt.

Dann nach einem schönen Tag fuhren wir mit den Fahrrädern zurück nach Binz, um am Abend gemeinsam zu Grillen und uns über die Erfahrungen und Erlebnisse unter einander Auszutauschen.

Der Rasende Roland
Der Rasende Roland

Mittwoch stand die Besichtigung für das Jagdschloss Granitz an. Wir fuhren mit dem Rasenden Roland, einer alten Dampflock nach Granitz. In Granitz angekommen hatten wir noch einen langen, steilen Anstieg zum Jagdschloss auf dem Berg. Endlich oben angekommen konnten wir leider nur eine Seite der schönen Fassade des Jagdschlosses bewundern, weil es leider zum großen Teil von einem Baugerüst umgeben war.

Nach kurzer Verschnaufpause ging es in das Innere des Jagdschlosses. Gleich in der Eingangshalle wurde uns klar warum das ein Jagdschloss war, ringsum an den Wänden waren Jagdtrophäen und beindruckende Steinskulpturen zu bestaunen. Beim Durchqueren des Schlosses gab es noch viel mehr beindruckende Skulpturen, Jagdtrophäen, Ölgemälde und altes Mobiliar zu enddecken. Das Highlight war eine große Wendeltreppe, die in den höchsten Trum des Schlosses führte. Da die Treppe schon sehr alt und aus dünnen Mettalltreppen bestand durfte nur eine bestimmte Besucherzahl gleichzeitig auf die schwindelerregende Treppe. Beim warten in der Schlange konnte man die große Warnhinweistafel durchlesen. Dann endlich durften wir hoch. Gleich auf der ersten Stufe war der nerven kitzel sehr groß, da die Treppe erst im ersten Geschoss begangen werden konnte und man durch die Stufen der Wendeltreppe schauen konnte. Langsam und die Hände fest am Geländer gingen wir die 155 Stufen in die Spitze auf die Aussichtsplattform von Turm nach oben. Oben angekommen wurden wir mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Nach langem Staunen ging es wieder die Treppe hinunter. Nach dem alle das Schloss besichtigt hatten gingen wir wieder zu Fuß zur Jugendherberge. Nach dem Mittagessen in der Jugendherberge konnten die Jugendlichen sich selbstständig betätigen, sie gingen in Souvenirläden oder aßen ein Eis an der Strandpromenade.

Hochseilgarten Prora
Hochseilgarten Prora

Donnerstag gingen wir mit unserer Jugendfeuerwehr gleich nach dem Frühstück, in den Klettergarten von Prora ganz in der Nähe vom NVA-Museum, das wir am Dienstag besichtig haben. Nach kurzer Einweisung im Klettergarten ging es auch gleich auf die Bäume. Zwei Stunden hatten wir Zeit uns durch die zahlreichen Hindernisse und Aufgaben zu schwingen und zu hangel. Der besondere Reiz in diesem Klettergarten waren die großen Seilbahnen, die teilweise quer durch den Kletterpark gingen. Völlig erschöpft mit hängenden Armen und wabbeligen Beinen fuhren wir nicht zur Jugendherberge sondern zum Chinarestaurant, da wir es nicht mehr pünktlich zum Mittagessen in der Jugendherberge geschafft hätten. Nach dem leckeren Essen ruhten wir uns in der Sonne bis zum Abendbrot aus. Dann ausgeruht zogen wir uns alle warm an und machten uns mit den VW-Bussen auf den Weg zu den Störtebecker Festspielen. Nach 30 Minuten Autofahrt mussten wir noch 15 Minuten zu Fuß zum Festplatz zurück legen. Endlich angekommen kauften wir uns Leckerrein für die Vorstellung. Nach der Vorstellung gab es noch ein Feuerwerk welches uns die Heimkehr ankündigte. Nach ca. 1 Stunde trafen wir zu später Stunde in der Jugendherberge ein.

Freitag war eine Olympiade für den ganzen Tag geplant, bei der die Jugendlichen in Gruppen ihr theoretisches Wissen und ihr praktisches Geschick in spielen beweisen mussten. Die theoretischen Fragen ergaben sich aus den Ausflügen und Besichtigungen, die wir in der Woche unternommen haben oder es gab lustige Denkaufgaben. Zum Beispiel hatten die Kinder die Aufgabe sich etwas für 50 Cent in Binz zu kaufen und den gekauften Gegenstand in etwas Wertvolleres zu tauschen. Eine Gruppe hatte ihren gekauften Gegenstand gegen ein Käppi des Bürgermeisters von Binz und ein Informationsheft mit persönlicher Unterschrift getauscht. Für den theoretischen Teil hatten die Jugendlichen bis zum Mittag Zeit. Dann kam der parktische Teil. Dabei mussten sie Aufgaben die Geschicklichkeit, Geschwindigkeit und Fachwissen im Bereich der Knotenkunde erforderten lösen.

Am Abend ließen wir den Tag mit einem gemeinsamen Grillabend ausklingen. Wir aßen, lachten und redeten über die vergangene Woche. Als alle satt waren, begannen die Siegerehrungen von dem Sandburgenwettbewerb und der Olympiade. Bei dem Sandburgenwettbewerb waren alle Gewinner, da es alles wundervolle und gut überlegte Bauwerke waren. Jede Gruppe bekam eine große Schachtel Haribo. Müde und erschöpft begaben wir uns in die Betten und schliefen die letzte Nacht in der Jugendherberge Binz.

 

Samstag ging es früh aus den Betten, da wir früh den Zug erwischen wollten. Die Koffer mussten aus dem Zimmer, die Betten abgezogen und die Zimmer durchgefegt werden. Nach Erledigung der Aufgaben ging es zum Frühstück und danach mit eingepackten Lunchpaketen zum Bahnhof von Binz.

Nach zweimal Umsteigen und 8 Minuten Verspätung kamen wir am Hamburger Hauptbahnhof erschöpft und müde an und konnten die Kinder an die Mütter und Väter übergeben. Damit war die schöne und auf regende große Sommerausfahrt offiziell zu Ende und wir verabschiedeten uns von den Jugendlichen und Eltern in die Ferien.