25.-29. Juli 2016

Zeltlager 2016

Tag 1:

Für uns begann das Zeltlager 2016 um 10 Uhr am Feuerwehrhaus. Dort wurde unser Gepäck verladen und anschließend wurden wir zum Hauptbahnhof gefahren. Mit dem Zug fuhren 6 Jugendlichen und 2 Betreuern nach Fürstenberg. Der Rest von uns machte sich parallel über die Autobahn auf den Weg nach Fürstenberg. Auch unsere Auslebener machten sich zeitgleich in Ausleben mit zwei MTW´s auf den Weg. Damit begann für jeden eine sehr turbulente Anreise. Während unser Zug den Berliner Hauptbahnhof auf Grund einer technischen Störung nicht anfuhr musste unsere zweite Gruppe bei einem schweren Verkehrsunfall als Ersthelfer tätig werden. Bei den Auslebener platze ein Reifen bei einem MTW. Trotz allem sind wir irgendwann in Fürstenberg angekommen. Dort gingen wir vom Bahnhof direkt zu Nordlicht-Kanu wo wir unsere Kanus übernahmen, eine Einweisung erhielten und unsere Tourguides kennen lernten. Nach der Einweisung fuhren wir mit den Kanus auf dem Wasserweg zum Ziernsee wo unser Campingplatz war. Dies gestaltete sich jedoch ein wenig schwierig, da viele von uns noch nie Kanu gefahren sind. Ein erstes Highlight ließ nicht lange auf sich warten. Eine Schleuse... und das in einem Kanu. Aber alles hat gut geklappt und es war ein ganz anderer Anblick als aus einer Barkasse im Hamburger Hafen. Am Zeltplatz trafen wir endlich auf die Auslebener und auf unsere zweite Gruppe, die schon fleißig am Aufbauen waren. Gemeinsam bauten wir die Zelte fertig auf und räumten unsere Sachen ein. Anschließend gab es Abendessen und um 22 Uhr war Nachtruhe.

Tag 2:

Am zweiten Tag ging es früh aus den Feldbetten und so mancher bereute es in der Nacht Quatsch gemacht und nicht geschlafen zu haben. Nach dem Frühstück gab es noch einmal eine Einweisung für alle. Es wurden Verhaltensregeln auf dem Wasser besprochen und verschiedene Paddeltechniken erklärt. Dann ging es auch schon aufs Wasser. Ziel war das Dorf Arnsberg wo wir nach 3 Stunden und 12 Kilometern ankamen. Dort machten wir eine kleine Pause und aßen unsere Lunchpakete. Auf dem Rückweg gab es die ein oder andere Wasserschlacht welche aber sehr willkommen waren und eine gute Abkühlung. Zurück am Zeltplatz nutzen wir die Zeit bis zum Abendessen zum Baden. Da schon viele Mühe hatten beim Essen nicht einzuschlafen ging es früh ins Bett und es dauerte keine 5 Minuten bis alle eingeschlafen waren.

Tag 3:

Am dritten Tag ging es bei mäßigem Wetter um 10 Uhr auf das Wasser. Nach 20 Minuten überraschte uns ein heftiger Gewitterschauer auf dem Wasser und wir suchten uns einen sicheren Platz am Ufer des Sees. Trotz Regenfester Bekleidung waren alle klitsche Nass und wir entschieden uns dafür zurück zum Zeltplatz zu fahren um uns und die Kanus wieder trocken zu legen. Da wir eh schon alle nass waren legten wir auf unserem „Heimatsee“ eine kleine Kennterübung ein. Am Zeltplatz wärmten wir uns alle bei einem warmen Kakao auf. Am Nachmittag besserte sich das Wetter wieder, sodass wir gemeinsam Volleyball oder Fußball spielen konnten. Zum Abendessen gab es ein leckeres Barbecue mit gegrillter Ananas zum Nachtisch. Nach dem Essen nutzen einige noch den schönen Abend für eine kleine Runde im Kanu bevor es in Bett ging.    

Tag 4:

Am letzten ganzen Kanu Tag ging es über das Wasser zu einer schönen Badestelle an einem großen Pfadfinderzeltlager. Auf dem Weg dorthin machten wir an einem Eisbot halt und versorgten uns mit Eis. Anschließend mussten wir wieder eine Schleuse überqueren. An der Badestelle angekommen nutzen viele die Zeit zum Baden, Fußballspielen oder zum Entspannen. Zurück am Zeltplatz wurde schon ein wenig aufgeräumt, zusammengepackt und alles sturmsicher gemacht denn es war ein kräftiges Unwetter auf den Weg in unsere Richtung. Beim Abendbrot mussten dann alle mit anpacken. Es gab selbstgemachte Kartoffelpuffer, sodass eine Menge Kartoffeln geraspelt werden mussten. Und das Ergebnis war wirklich lecker. 

Tag 5:

Am Freitag war auch schon wieder der letzte Zeltlagertag gekommen und das bedeutete für alle mit anpacken und unsere Zelte samt Inhalt wieder in den Transporter laden. Da viele Hände bekanntermaßen bald ein Ende schaffen, stachen die Jugendlichen pünktlich um 11:00 Uhr mit den Booten in Richtung Fürstenberg in See und die Betreuer kamen mit den Transportern hinterher. Dort angelangt war es leider schon wieder an der Zeit uns von allen zu verabschieden. Der Abschied fiel einigen von den Jugendlichen leichter als anderen, da sich in dieser Woche feste Freundschaften gebildet haben. So ganz am Ende war das diesjährige Zeltlager für unsere Jugendlichen dann allerdings noch nicht. Aufgrund einer Einladung machten wir auf der Rückfahrt noch einmal Halt in Berlin um uns die Freiwillige Feuerwehr Berlin Alt-Hohenschönhausen und deren Fahrzeuge anzusehen. Bei leckeren Burgern und Cola haben wir dort einen schönen Abend verbracht. Ein kleines Highlight an diesem Abend waren allerdings nicht nur die neuen Bekanntschaften, sondern auch das fließende warme (!) Wasser und die bequemen Betten im Hotel. Dies galt nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Betreuer.    

Tag 6:

Nach dem tollen Abend bei der FF Berlin Hohenschönhausen machten wir uns am Samstag nach dem Frühstück auf Entdeckungstour durch Berlin. Mit der Tram, der Straßenbahn Berlins, ging es zum Startpunkt unserer Tour, dem Alexanderplatz. Sebastian, einer unserer Betreuer, hat sich bereit erklärt, den Tour-Guide zu mimen. Im Hostel, wo wir zuvor nächtigten, fand er hierzu auch kleine Info-Kärtchen. An jeder Station, einer Sehenswürdigkeit Berlins, hieß es dann gut zuhören, um wichtige Eckdaten zu erfahren. Somit hatten wir ein gutes Maß an Kulturprogramm abgedeckt. Wir starteten also am Alexanderplatz, der „Urania- Weltzeituhr“ und machten von dort aus einen ausgiebigen Spaziergang. Fernsehturm, Berliner Dom, Brandenburger Tor, Kanzleramt und Reichstagsgebäude sind einige unserer Stationen gewesen. „Unter den Linden“ ging es dann zur Siegessäule. Wir ließen uns auch nicht nehmen, eine „Berliner Currywurst“ zu verspeisen. An einem Imbiss am Brandenburger Tor machten wir dann halt. Beim Essen machten wir eine seltsame Entdeckung. Es fuhren „Hamburger Polizeifahrzeuge“ in größeren Mengen an uns vorbei. Rätselhaft war es schon! Nachdem diese den zusammen mit anderen Polizisten aus verschiedenen Bundesländern den Reichstag abriegelten, machten wir uns schon Gedanken. Nun gut, wir machten uns dann aber trotzdem weiter auf den Weg. An der Siegessäule stiegen wir zur Entspannung in einen Bus, der uns dann an weiteren Highlights von Berlin vorbei führte. Unter anderem die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und Schloss Bellevue. Auf dem Rückweg zum Brandenburger Tor ein großer Schreck: Wir wurden am Reichstagsgebäude von der Polizei gestoppt. Ein voll ausgerüsteter Polizist inspizierte mit Adleraugen die Insassen des Busses. Aber Entwarnung, wir sahen ja eh wie Touristen aus. Später stellte sich heraus, dass das hohe Polizeiaufkommen eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund von mehreren Demonstrationen zurückzuführen war. Auch ein Thema in Berlin ist der Mauerfall. Wir besuchten auch ein Teilstück der noch bestehenden Mauer in der Bernauer Straße. Mit viel erlebtem ging es dann am späten Nachmittag zurück zum Hauptbahnhof, wo nach dem Abendessen dann der Zug nach Hamburg fuhr.

Fast 2 schöne Tage in Berlin gingen zu ende. Ein schöner Abschluss für das Zeltlager 2016 !!!