26. September 2015

August-Ernst-Pokal

Der traditionelle August-Ernst-Pokal fand in diesem Jahr am 26. September an der Otto-Hahn-Schule in Tonndorf statt. Schon seit dem letzten August-Ernst-Pokal war das Ziel für den diesjährigen Wettbewerb klar, wir wollen an den guten 4. Platz anknüpfen. Damit wir das auch erreichen, waren viele Vorbereitungen und Übungen notwendig. Wir trafen uns die letzten drei Wochen vor dem Wettbewerb jeweils montags, mittwochs und samstags um die theoretischen Grundlagen der Feuerwehrtechnik zu wiederholen und kleine Gedächtnislücken zu schließen. Auch die Praxis stand im Vordergrund. Löschangriff mit drei C-Rohren, provisorischer Wasserwerfer oder ein Löschangriff mit einem Schaumrohr wurden ausgiebig geübt.

 

 

Am letzten Samstag im September wurde es schließlich ernst. Gegen 8:00 Uhr fuhren wir Richtung Tonndorf. Um 9 Uhr begrüßte der kommissarische Ladesjugendfeuerwehrwart Matthias Hedemann alle 27 angetretenen Mannschaften aus dem ganzen Stadtgebiet. Nach einer Gedenkminute an den verstorbenen Stifter des Wettbewerbes August Ernst ging es los. Jetzt hieß es sich zu konzentrieren, Gedanken zu sammeln und das gelernte Wissen anzuwenden. 

Die Ersten Stationen befassten sich überwiegend mit der Knotenkunde. Es musste eine Bockleiter aufgebaut sowie verschiedene Gegenstände eingebunden werden. Weiter ging es mit Aufgaben, bei denen es auf Geschicklichkeit und Geschwindigkeit ankam. Dann wurde es ernst. Die nächste Aufgabe war das Aufbauen eines Löschangriffes mit drei C-Rohren, welches die Paradedisziplin bei Wettkämpfen ist. Wir konnten eine gute Zeit erreichen jedoch mit einem kleinen Fehler, der sich im Eifer des Gefechtes eingeschlichen hatte. Anschließend ging es mit Fahrzeug und Gerätekunde, Fragen über Flora und Fauna und Erste-Hilfe weiter. Nach dem diese Aufgaben mit vollster Zufriedenheit abgearbeitet wurden ging es wieder praktisch weite. Es musste ein B-Rohr und parallel ein C-Rohr aufgebaut werden. Dies gelang ohne Fehler und in einer guten Zeit. 

Nach dieser Übung bekamen wir Besuch von einigen Kameraden der Einsatzabteilung, die sich mit in die Vorbereitungen eingebracht hatten und sich den restlichen Wettbewerb mit ansehen wollten. Auch einige Eltern fanden den Weg nach Tonndorf und begleiteten uns die restliche Zeit. Gut die Hälfte der Aufgaben waren abgearbeitet. Nun ging es mit weiteren Geschicklichkeitsübungen wie der Transport von Wasserbechern über einen Spielplatz, Staffellauf und Gummistiefelweitwurf. Natürlich kamen in der zweiten Hälfte die feuerwehrtechnischen Aufgaben nicht zu kurz. So mussten wir aus Saugschläuchen einen Kreis kuppeln, Fragen zu Hebegräten und wasserführende Armaturen beantworten und verschiedene Leinen miteinander verbinden. Dann war es soweit, die letzte Aufgabe lag nun vor uns. Bei der Aufgabe musste von einer Staffel eine Pyramide abwechselnd auf Zeit auf- und wieder abgebaut werden.    

Als das letzte Mal die Pyramide abgebaut war und die Übung für beendet erklärt wurde, guckten die beiden Wertungsrichter ziemlich ungläubig auf ihre Stoppuhren und erklärten uns, dass wir die Tagesbestzeit an der Station soeben um eine ganze Minute unterboten hatten. Dies war natürlich ein sehr gelungener Abschluss des diesjährigen August-Ernst-Pokals. Nun war warten angesagt. Wir nutzen die Zeit um etwas zu essen und die letzten warmen Sonnenstrahlen zu genießen. 

Gegen 17 Uhr war es dann soweit, die Siegerehrung begann und bei allen stieg schlagartig die Nervosität. Als es in die Top 10 ging wurden alle immer angespannter. Dann waren die Plätze 5 bis 1 an der Reihe und es gelang uns die Platzierung aus dem Vorjahr zu verteidigen. Wir erreichten den 4. Platz. Platz drei ging an die Jugendfeuerwehr Rahlstedt. Den zweiten Platz erreichte die Jugendfeuerwehr Berne und wir gratulieren der Jugendfeuerwehr Neunfelde-Nord zum ersten Platz.

Für Angelo und Harley ging mit diesem August-Ernst-Pokal nicht nur ein Wettbewerb zu Ende sondern auch eine ganz besondere Zeit in ihrem Leben. Die beiden werden in den nächsten Wochen in die Einsatzabteilung wechseln und somit aus der Jugendfeuerwehr ausscheiden. Uns hat der Wettbewerb sehr viel Spaß und Freude bereitet und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.