21.-22. März 2015

24-Stundenübung

Am 21. März haben wir uns alle um 8:00 Uhr an der Wache getroffen. Nach dem die Autos beladen waren, fuhren wir mit dem LF2 und dem GWR 1 in Richtung Ottensen-Bahrenfeld. Dort sollte unsere diesjährige 24-Stundenübung stattfinden. Beim Eintreffen wurden wir freudig von den Jugendlichen der JF Ottensen-Bahrenfeld begrüßt. Es folgte die Einteilung auf die Fahrzeuge und einige Informationen zum Ablauf. Anschließend hatte jeder Zeit sich mit „seinem“ Auto und Trupppartner vertraut zu machen. Anschließend wurden alle Feldbetten aufgebaut und man lernte sich näher kennen. 

Um kurz vor 10 Uhr ging der erste Alarm ein. Schnell sind die Gruppenführer ins Büro gelaufen, um ihre Depesche zu holen.  FEUTU! Die Meldung lautete Rauchentwicklung aus der 4. Röhre des Elbtunnels! Sofort haben sich alle in die persönliche Schutzausrüstung geworfen und sind zu ihrem Fahrzeug gerannt. Als wir auf ein unscheinbares Betriebsgelände fuhren ahnten die ersten schon, dass hinter dem Übungseinsatz etwas anderes stecken musste. Schnell wurden die Fahrzeuge geparkt und unsere Betreuer führten uns zu einem Gebäude wo zwei recht seltene Feuerwehrfahrzeuge der Feuerwehr Hamburg standen. 

Dann wurde das „Geheimnis“ gelüftet. Wir waren an der nördlichen Elbtunnelwache und bekamen eine Führung durch die Feuerwache und durch die Tunnelleitstelle. Nach dem wir von einem Feuerwehrmann begrüßt wurden, sind wir in die Fahrzeughalle gegangen und haben uns den Vorrauswagen (VRW) und das Tanklöschfahrzeug (TLF) angeschaut. Danach ging es in die Leitstelle  des Elbtunnels, welche sehr beeindruckend war. Anschließend ging es langsam zurück zu den Fahrzeugen. Als wir wieder zurück an der Wache waren, haben wir wie letztes Jahr ein Kreuzworträtsel bekommen, welches wir bis zum nächsten Tag lösen mussten. Die Fragen waren sehr schwer, aber nicht unlösbar. 

Um 14:00 ging der nächste Alarm ein. FEUY! Es sollte eine Gartenlaube brennen und eine Person wird vermisst! Sofort ging es mit den beiden LFs und dem GWR los. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle waren schon Rauchwolken zu sehen. Nach dem der Gruppenführer die Lage erkundet hatte, hieß es Absitzen und hinter dem Fahrzeug antreten! Der Angriffstrupp sollte mit dem Wassertrupp zur Menschenrettung vor! Als der Angriffstrupp mit einem Strahlrohr ausgerüstet zur Gartenlaube ging, fiel sofort ein Arm auf, der aus der Tür schaute. Ohne zu zögern wurde die Person raus gezogen und in Sicherheit gebracht. Danach wurde die Person erstversorgt und der Brandherd bekämpft. Als das Feuer aus und der Patient versorgt war, wurde alles aufgeräumt und es ging zurück zur Wache.    

An der Wache angekommen, haben sich die Gruppenführer der jeweiligen Fahrzeuge besprochen, und uns dann gesagt, was wir verbessern sollten, und was gut war. Danach war Zeit um sich zu unterhalten, oder am Rätsel weiter zu machen, oder man hat beim Kochen mitgeholfen.    

Um  kurz nach 15:00 Uhr ging es für das LF Billstedt-Horn zum nächsten Einsatz. NOTF ! Person am Knie verletzt. Bei Eintreffen hat der Gruppenführer die Lage wieder erkundet und dann den Angriffstrupp nach vorne gerufen. Mit dem Rettungsrucksack ging es zum Patienten, der beim Ansprechen stark betrunken wirkte. Nach dem Body Check wurde die Person dann plötzlich bewusstlos. Sofort wurden die Vital Funktionen überprüft und anschließend der Patient in die stabile Seitenlage befördert. Nebenbei wurde alles für die Reanimation vorbereitet und der RTW und NEF wurden alarmiert. Nach ein paar Minuten kam dann der RTW und das NEF und wir wurden abgelöst und konnten alles einpacken und zurück zur Wache fahren. Dann gab es endlich Essen, Spaghetti Bolognese. Es hat sehr gut geschmeckt. Nach dem Essen konnten wir noch Plaudern und sind dann noch zum Elbstrand gefahren wo gerade ein Kreuzfahrtschiff der AIDA kam. Nach dem Gruppenfoto haben wir noch ein wenig die Hafen Atmosphäre genossen bevor es wieder zurückging.    

Am Abend kam der nächste Einsatz für den GWR 1. Es sollte eine Person am Strand im Sand verschüttet sein. Beim Eintreffen des GWR 1 wurde eine Person aufgefunden, bei der nur noch der Kopf auf dem Sand geguckt hat. Sofort wurde das LF Ottensen-Bahrenfeld und das LF Billstedt-Horn nachalarmiert . Beim Eintreffen haben sich die Gruppenführer abgesprochen und der Gruppe die Einsatzbefehle gegeben. Weil unklar war, wie Tief die Person verschüttet war, wurde auf Schaufeln verzichtet und nur mit den Händen gegraben. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte die Person befreit werden. Nach dem alles aufgeräumt war ging es zurück zur Wache. Dort gab es dann Abendessen.    

Nach dem Essen sind viele schlafen gegangen. Die größeren haben noch ein wenig geplaudert oder sich anderweitig beschäftigt bis dann irgendwann auch der letzte schlafen gegangen ist. Die Nacht blieb zum Glück ruhig. Am nächsten Morgen sind wir dann alle nach und nach aufgewacht bis irgendwann das LF Ottensen-Bahrenfeld zu einem Fehlalarm alarmiert wurde und gleich darauf einen Folgeeinsatz erhielt. Es ging zu einem THK „schmierige Flüssigkeit auf der Straße“. Das LF Billstedt-Horn musste zu einer Wasserleitung, die geplatzt sein sollte. Beim Eintreffen am Einsatzort stellte sich heraus, dass lediglich ein Unterflurhydrant undicht war und nur wieder zugedreht werden musste.    

Zurück am Feuerwehrhaus begannen wir mit dem Aufräumen. Einige fingen an die Feldbetten abzubauen und andere fingen an das Gepäck in die Fahrzeuge zu laden. Zwischendurch gab es noch ein leckeres Frühstück. Um 10:00 Uhr ging es dann nach einer spannenden aber auch anstrengenden Übung zurück nach Hause. Als an der Wache die Schläuche gereinigt waren und alles wieder Einsatzbereit verstaut war, ging es noch in den Jugendfeuerwehrraum, wo es eine Abschlussbesprechung gab, ehe es dann endlich nach Hause ging. Es war eine tolle Übung, und wir freuen uns schon auf die nächste. Vielen Dank an die Jugendfeuerwehr Ottensen-Bahrenfeld für die tolle Organisation und Ausrichtung!