20. September 2014

Leistungsspange

Am 20. September war es für fünf Jugendliche der Jugendfeuerwehr Billstedt-Horn so weit. Sie legten ihre Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr ab. Doch bevor es zur Abnahme nach Nettelnburg ging, war einiges an Arbeit nötig. So begannen wir schon mehrere Wochen vor der Abnahme mit dem Training für die verschiedenen Disziplinen.

Die Leistungsspange sieht fünf Disziplinen in drei Kategorien vor. Die erste Kategorie ist der feuerwehrtechnische Teil. Er besteht aus einem Löschangriff mit Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer. Bei der Bewertung dieser Übung steht nicht die Zeit im Vordergrund sondern vielmehr die saubere Ausführung der Tätigkeiten, da dies eine der Grundübungen aller Feuerwehren ist. Die zweite feuerwehrtechnische Übung ist die Schlauchstafette. Hier gilt es, acht C-Schläuche innerhalb kürzester Zeit hintereinander zu kuppeln, ohne das sich die Schläuche verdrehen. Einzig der Gruppenführer kann noch entstandene Dralle entfernen. Bei dieser Übung gilt es, 75 Sekunden zu unterbieten.    

Die zweite Kategorie ist der sportliche Teil. Hier müssen die Jugendlichen einen 1500m Staffellauf absolvieren und Kugelstoßen. Beide Disziplinen müssen in der Gruppe absolviert werden, jeder muss einen Anteil leisten.

Der letzte Teil ist die theoretische Prüfung. Hier werden Fragen rund um die Jugendfeuerwehr Feuerwehrtechnik, Politik und Lokalem gestellt.

In all diesen Prüfungen ist jeweils 1 Punkt zu erreichen, bei bis zu vier möglichen. Neben den Prüfungen wird auch immer das Verhalten der Gruppe benotet. Auch hier sind bis zu vier Punkte zu erreichen. Insgesamt müssen 10 Punkte erreicht werden.

Aufgrund dieser umfassenden Anforderungen wurde bereits früh begonnen, mit intensivem Training eine gute Grundlage für die Leistungsspange zu bilden. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Kirchsteinbek, welche mit vier Jugendlichen unsere Gruppe komplettierte, übten wir bis zu vier Mal pro Woche. Häufig nutzten wir dazu den Marktplatz im Kirchsteinbeker Revier, da dieser uns den nötigen Platz bot.

Bestens vorbereitet starteten wir am Samstagmorgen um 8 Uhr zu dem Sportplatz in Nettelnburg Dort angekommen, meldeten wir uns an und wurden vom Landesjugendfeuerwehrwart begrüßt.

Anschließend ging es auch schon los. Wir starteten mit dem Kugelstoßen, wo wir lediglich einen Punkt holen konnten. Für das tadellose Auftreten bekamen wir jedoch vier Punkte, sodass wir guter Dinge in die zweite Prüfung, den Löschangriff, starten konnten. Hier machte sich die gute Vorbereitung bezahlt, die Punkterichter gaben uns drei Punkte in der Prüfung und vier Punkte im Auftreten. Nach einer kurzen Pause ging es sportlich weiter. Wir mussten zum Staffellauf antreten, welchen wir mit einer Zeit von 3:51 ablegten. Dies ergab 2 Punkte. Auch für das Auftreten bekamen wir drei Punkte. Direkt im Anschluss ging es zur theoretischen Prüfung. Vorher wurde noch einmal fleißig die Hamburger Hymne Harmonie geprobt, denn auch diese war Teil der Prüfung und musste am Ende, nach ungefähr einer Stunde voller Fragen gemeinschaftlich gesungen werden. Auch in dieser Prüfung konnten wir mit drei Punkten ein hervorragendes Ergebnis erreichen. Die letzte Prüfung, welche zwischen uns und der Leistungsspange stand, war die Schlauchstafette. Hier konnten wir, trotz einiger kleiner Probleme trotzdem 2 Punkte holen.    

Nun wurde es spannend. Da wir nicht immer die Punkte verraten bekommen haben, war noch nicht sicher, ob wir denn die begehrte Auszeichnung bekommen würden. Doch die Arbeit hat sich gelohnt: Die Gruppe Billstedt-Horn/Kirchsteinbek hatte 14 Punkte erreicht und bekam somit die Leistungsspange verliehen. Alle Beteiligten waren glücklich und erleichtert, nach den Wochen der Strapazen nun endlich das Ergebnis stolz an ihrer Brust tragen zu können.

Anschließend wurde zur Feier des Tages noch auf der Wache gemeinsam Eis gegessen und über die Prüfung geredet. Wir möchten uns ganz herzlich bei der Jugendfeuerwehr Kirchsteinbek für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken und hoffen, diese Verbindung auch außerhalb von Wettkämpfen aufrecht zu halten. Auch bedanken wir uns bei zwei Jugendlichen unserer Gruppen, die ohne jeden Nutzen die Strapazen mitgetragen haben, da sie entweder zu jung, oder als Ersatz für einen Ausfall mit dabei waren.


Vielen Dank! Es hat uns sehr viel Spaß gemacht!