Landeszeltlager auf der Insel Föhr

 Nach einer zweijährigen Planungsphase seitens der Jugendfeuerwehr Hamburg konnte die Anreise für das 10. Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr Hamburg auf der schönen Nordseeinsel Föhr losgehen. Dafür trafen wir uns mit 13 Jugendlichen und 4 Betreuern am 22. Juni 2013 um 7:30 Uhr an der Jugendfeuerwehrgeschäftsstelle, um mit weiteren Jugendfeuerwehren in Reisebussen Richtung Fähranleger in Dagebüll zu fahren. Die Stimmung in den Bussen war sehr ausgelassen und alle freuten sich auf die bevorstehende Woche voller Spaß und Action. Am Fähranleger wurde es kurzzeitig ein bisschen stressig, da die Busse mit ein bisschen Verspätung ankamen und wir deshalb alle zu unserer Fähre Rennen mussten um diese noch zu erwischen. Mit uns auf dieser Fähre war ein ganz besonderer Hamburger, der Innensenator Michael Neumann, der sogar dasselbe Reiseziel hatte da er die Schirmherrschaft für das Zeltlager übernommen hatte und selbst eine Nacht in einem Zelt übernachten wollte. Als wir schließlich in Wyk auf Föhr ankamen wurden wir auch gleich von dem Orga Team in Empfang genommen und mit Bussen zum Zeltplatz gebracht.

 

Nach dem wir uns in dem Lagerleitungsbüro angemeldet hatten ging es auch gleich weiter. Wir mussten erst einmal unsere vier großen Zelte aufbauen und das war für einige eine Herausforderung da es das erste Mal war. Hinzu kam das, dass Wetter sehr wechselhaft war und mit dem einen oder anderen Schauer überrascht hat. Pünktlich zum Abendessen hatten wir es dann aber geschafft, alle vier Zelte standen sicher und stabil. Nach dem Abendessen war schickmachen für die Zeltlagereröffnung angesagt. Kurz nach 20 Uhr begann die Veranstaltung. Gleich zu Beginn wurden der Jugendfeuerwehrwart der JF Neuenfelde und Timo Stupenhagen Fachwart Jugendpolitik aD. Mit der Floriansmedaille in Silber ausgezeichnet. Es war das erste Mal, dass die Verleihung der Floriansmedaille stattgefunden hat. Nach der Auszeichnung hielt der Landesjugendfeuerwehrwart Uwe von Appen seine Eröffnungsrede und begrüßte jede Jugendfeuerwehr. Nach Uwes Rede ergriff der Innensenator noch kurz das Wort und wünschte allen ein schönes und spannendes Zeltlager. Mit der Übergabe des JF Hamburg Wimpels an die Lagerwache war das 10. Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr Hamburg eröffnet. Am Abend schlüpften alle sehr erschöpft und müde von der Anreise und dem Zeltaufbau in ihre Schlafsäcke.

 

Am Sonntag hieß es erst einmal nach dem Frühstück den Zeltplatz und das kleine Dorf Nieblum zu erkunden, und sich häuslich einzurichten. Gegen Mittag erhielten wir eine Nachricht in der uns mitgeteilt wurde, dass wir für den Vorentscheid für Schlag den Uwe nominiert wurden. Bei der Vorrunde musste aus fünf Jugendfeuerwehren je ein Spieler versuchen einen Minifußball in ein entferntes Fußballtor zu schießen. Leider hatten wir die Vorrunde nicht geschafft. Um 18 Uhr hieß es dann Antreten zur Lagerwache. Nach einer kurzen Einweisung durch den Chef der Lagerwache war unsere Aufgabe klar, wir mussten alle Personen, die den Zeltplatz betreten oder verlassen wollten dokumentieren. Außerdem mussten wir kleine Aufgaben erledigen, die spontan anfielen. Gegen 24 hatten wir es geschafft und konnten alle müde ins Bett gehen.

 

Der Montag begann sehr sportlich. Auf unserem Programmplan eine Sportrallye. Bei der Rallye mussten wir sieben Aufgaben bewältigen. Es waren unteranderem Aufgaben wir Frisbeeweitwurf, Indiaca, Turmbau, Basketball, Fußball und Ringe werfen. Jeder aus der Jugendfeuerwehr hat mindestens an einer Aufgabe teilgenommen und jeder hatte sehr viel Spaß. Neben dem Programmplan gab es jeden Tag noch ein separates Angebot in Creative Zelten. Es konnten dort Schlüsselbänder, Brotbretter und vieles mehr gebastelt werden. Nach dem Abendessen stand noch für die Jugendsprecher das tägliche Jugendmeeting auf dem Plan und für die Betreuer das Betreuermeeting. Nachdem auch die geschafft war konnten wir uns beim Kinoabend entspannen.

 

 

Der Dienstag begann bereits um 5:30 Uhr da heute Wattwandern angesagt war. Um 7:00 Uhr haben uns Busse zu einem Punkt auf die Insel gebracht von dem aus wir zu der Insel Amrum durchs Watt gelaufen sind. Aufgrund der recht frischen Außentemperaturen waren die ersten Meter sehr kalt aber nach einigen Metern ging es bereits ganz gut. Nach gut drei Stunden und einigen sehr tiefen Prielen in denen das Wasser bis zu einem Meter hoch stand hatten wir Amrum erreicht und uns erst einmal mit einer Tasse Kakao mit Sahne und einem Stück Kuchen aufgewärmt. Gegen Nachmittag ging es mit einer Fähre zurück zum Fähranleger auf Föhr und von dort aus weiter mit dem Bus zurück zum Zeltplatz. Am Abend bekamen wir noch Besuch von unserem Jugendfeuerwehrwartvertreter Stephan, der leider aus Beruflichen Gründen nicht die ganze Woche mitkommen konnte. Sofort wurde ihm alles gezeigt und erklärt.

 

Mittwochvormittag hieß es erst einmal entspannen und den sonnigen Vormittag genießen. Alex nutze die Gelegenheit und nahm an dem Tischtennisturnier teil. Nach einigen Vorrunden stand Alex im Finale und konnte auch das Spiel für sich entscheiden. Herzlichen Glückwunsch. Nach dem Mittagessen hieß es rein in die Sportbekleidung und auf zum Fußballplatz. Zehn Mannschaften kämpften um den Einzug in die Finalrunde. Wir konnten ein Spiel für uns entscheiden, ein weiteres ging unentschieden aus und zwei haben wir leider verloren. Damit hatten wir uns leider nicht für die Finalrunde qualifizieren können. Trotzdem hatten alle viel Spaß und Freude am Spiel. Nach dem Abendessen ging es noch zur großen Nachtwanderung. Wir starteten um 20:10 Uhr zusammen mit der Jugendfeuerwehr Neuenfelde und bildeten damit eine große Gruppe. Wir mussten vier Aufgaben die in Nieblum verteilt waren absolvieren. Bei der ersten Übung musste so schnell wie möglich ein Ü-Ei im Sand gefunden werden welches auch sehr schnell gelang. Bei der zweiten Aufgabe mussten drei Boote aus einem See geholt werden, ohne dass die Kleidung nass wurde. Auch die Aufgaben war einfach: schnell die Hose, Schuhe und Socken aus und los. Die dritte Aufgabe war schon etwas komplizierter, es mussten Namen auf Grabsteinen ausfindig gemacht werden innerhalb von 5 Minuten. Bei der Suche der Namen gab es noch ein oder zwei unerwartete Überraschungen in Form von Gespenstern, die die Jugendlichen erschreckten. Nach der Aufgabe ging es wieder zurück zum Zeltplatz wo die letzte Aufgabe auf uns gewartet hat. Ein Parcours, den zwei Jugendliche mit verbundenen Augen und der Hilfe von zwei Navigatoren bewältigen mussten. Auch diese Aufgabe klappte ganz gut. Nach der Nachtwanderung fielen alle sehr müde in Bett und schliefen sofort ein. Vielen Dank an die Jugendfeuerwehr Neuenfelde für die tolle Zusammenarbeit Es hat uns wirklich viel Spaß gemacht!!!

 

Der Donnerstag begann sehr regnerisch, deshalb entschlossen wir uns dazu den Tag im Schwimmbad zu verbringen. Allen machte es sehr viel Spaß. Es wurde viel getobt und die Betreuer konnten sich bei einer Pause im Whirlpool entspannen. Das Abendessen ließen wir diesmal ausfallen und grillten stattdessen mit der JF Ottensen Bahrenfeld und der Jugendgruppe aus St.Petersburg. Alle hatten viel Spaß und die sprachlichen Hürden waren schnell aus dem Weg geräumt.

Der nächste Morgen begann mal wieder sehr früh da wir wieder mit der Lagerwache dran waren. Unsere Wache dauerte von 6:00 Uhr bis 12:00 Uhr und war nicht sehr spannend weil nicht viel zu tun war. Nach dem Mittagessen hieß es langsam Zelte aufräumen und schon einmal Sachen packen. Um 20 Uhr trafen alle Jugendfeuerwehren im Großzelt für die Abschlussveranstaltung zusammen. Nach den Reden von Andre Wronski, dem Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg, dem Inseljugendfeuerwehrwart und verschiedenen anderen Redner ergriff Uwe von Appen das Wort und hatte noch einen ganz besonderen Punkt. Uwe bat Sven Gerdau auf die Bühne und zeichnete ihn mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold aus. Damit ist Sven der achte Hamburger der mit dieser Auszeichnung geehrt wurde. Mit der Übergabe des Jugendfeuerwehr Hamburg Wimpels an die Landesjugendsprecher war das Landeszeltlager 2013 offiziell beendet. Nach der Veranstaltung startete die letzte Disco von diesem Zeltlager. Alle nutzen die Chance und tanzten bis zur Nachtruhe.

 

Am Samstag hieß es abermals früh aufstehen denn vor dem Frühstück musste schon das Gepäck auf den Anhänger verladen werden und die Zelte mussten leer sein. Gegen 7:00 Uhr hatten wir alles geschafft und konnten zum Frühstück gehen. Gegen 10:00 Uhr wurden wir von den Bussen wieder zu dem Fähranleger gebracht. Auf der Fähre hatten noch einmal alle die Möglichkeit sich von neu gewonnenen Freundschaften oder von alten Bekannten zu verabschieden. Nach 45 Minuten Fahrt mit der Fähre stiegen alle in die Busse und waren schließlich um 17:00 Uhr wieder in Hamburg.

 

Das 10. Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr Hamburg war trotz des Wetters ein voller Erfolg und wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr Hamburg, denn nach dem Zeltlager ist vor dem Zeltlager.

© JF Billstedt-Horn